Elebnisberichte rund ums Kinderheim

Die Vorsitzende auf Jahresbesuch im Februar 2019

Silke Mros von 20.02. bis 2.03.2019 im Kinderheim

Es war für mich an der Zeit mich auf die Reise nach Kenia zu machen. Über ein Jahr ist seit meinem letzten Besuch im Kinderheim vergangen und es gab viel zu besprechen und zu bestaunen. Ich finde diese Besuche so unendlich wichtig: erstens, um natürlich die Kinder zu sehen und unsere neuen Kinder zu begrüßen und zweitens, um immer wieder aufs Neue zu verstehen warum die Dinge so laufen wie sie laufen. Aus deutscher Sicht und von Deutschland aus kann man oft viele Verzögerungen, Bedenken und Diskussionen nicht verstehen. Vor Ort sieht es dann ganz anders aus und das gemeinsame Verständnis und die gemeinsame Sichtweise macht es uns allen leichter und bringt auch viel mehr Freude bei der täglichen Arbeit vor Ort.

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Auch dieses Mal haben die Gespräche mit unserer Projektleiterin Sheila, mit unseren Pflegemüttern, mit Unterstützern vor Ort, viele neue Denkanstöße, Ideen und Initiativen in dieser kurzen Zeit hervorgebracht. Wir haben eine neue Kochstelle bekommen, haben den Bau der 5. Hütte vorangetrieben.

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Ebenso haben wir Zukunftswege und Perspektiven für unsere großen Kinder besprochen. Mit zwei unserer großen Jungs haben wir einen Farmervertrag zum beiderseitigen Nutzen geschlossen. Neben der Schule bewirtschaften wir nun gemeinsam mit ihnen ihre Felder. Das Kinderheim bekommt Mais, Bohnen und Kartoffeln zu einem guten Preis und sie bekommen Ihr erstes Geld zum Bau einer eigenen Hütte. Nun heißt es Daumen drücken, dass die erste Ernte auch reichhaltig ausfällt. IMG 3208db6a3e8e 06c0 44e5 80cc 62af3c5b5bff

Unsere beiden großen Mädchen 16 und 17 Jahre sind schon geschickte Näherinnen. In ihrer Freizeit nähen sie, mit viel Spaß, Kleidung für die kleineren Kinder. Auch sie wollen ihr erstes eigenes Geld verdienen. Daraus entstand ihre Idee Kissenhüllen aus den schönen afrikanischen Stoffen zu nähen, die wir dann in Deutschland verkaufen können. Wir werden es gemeinsam versuchen und hoffen auf reichliche Erträge. Auf jeden Fall wurden schon mal Kontos für die Jugendlichen eröffnet.

Das kenianische Jugendamt dringt darauf, dass Jugendliche ab 18 Jahre nicht mehr im Heim leben. Doch wo sollen sie hin? Es ist wichtig für sie und für uns, erste Schritte in eine Selbstständigkeit rechtzeitig vorzubereiten und auch einen kleinen finanziellen Grundstock zu schaffen. Außerdem lernen sie viele praktische Fähigkeiten, die ihnen später helfen, ihr Leben selbständig zu meistern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein großes Problem sind die wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten für unsere Kinder in der Freizeit und an den Wochenenden. Hier ist Ideenreichtum und Initiative gefragt, damit unsere Kinder durch sinnvolle und lehrreiche Freizeitaktivitäten wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten erlangen. Die Herausforderung besteht darin, die minimalen Möglichkeiten vor Ort zu finden und zu nutzen. Oft scheitert es an Kleinigkeiten wie Holz, Nägel, Papier..... Daran werden wir im Laufe des Jahres arbeiten.

 

 

 

 

 

 

 Dieses Mal wurden nun Fußballtore aus Eisen gebaut, da die Holztore immer wieder von den Termiten zerfressen wurden.

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Was uns sehr am Herzen liegt, ist der Aufklärungsunterricht unserer Jugendlichen. Wir haben uns sehr gefreut, dass zwei Vertreter der Masinde Muliro Universität aus Kakamega zu uns gekommen sind und einen ganzen Vormittag mit den Kindern und Jugendlichen dieses Thema besprochen haben. Das ist eher ungewöhnlich in Kenia, aber alle waren danach sehr zufrieden.

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Wie üblich war die Zeit viel zu kurz und es gibt noch viele Themen. Doch schon bald machen sich wieder Freunde aus Deutschland auf den Weg und wir können gemeinsam an den Projekten arbeiten. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch.

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